| Die Reben Man kann es nicht oft genug wiederholen: das Wesentliche sind die Trauben. Deshalb muss man bei dem im Departement Vienne herrschenden typisch nordeuropäischen Klima die Ertragsmengen kontrollieren. Bei Erträgen über 45 hl/ha ist es unmöglich Spitzenrotweine zu produzieren. Dazu müssen alle verfügbaren Rebstöcke genutzt werden, fehlende sind zu ersetzen. |
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Beim Rebschnitt ist genau auf das „Steigen des
Saftes“ zu achten. Anschließend muss den Trauben durch Läubeln
der Rebstöcke ausreichend Luft verschafft werden, damit sie sich
optimal entwickeln können.
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Aus Gründen der Bodenpflege sollte man beim Umpflügen
und bei den leichten Weinbergarbeiten im Sommer nur die Bodenoberfläche
bearbeiten, so wie man es in den Weingärten von Ampelidae tut.
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Zur Produktion verwendet man Rebstöcke mit ebenso
spezifisch wie vielfältigem Erbgut. Ein Großteil der Produktion
von Ampelidae stammt von mehr als 30 Jahre alten Rebstöcken, einige
sind sogar über hundert Jahre alt.
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Diese genetische Vielfalt findet sich auch in den neu bepflanzten Rebflächen,
auf denen zur Hälfte Ableger unserer eigenen Rebstöcke und zur Hälfte
ausgewählte Rebstöcke anderer Rebflächen gedeihen.
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Diese Rebstöcke werden dann später aufgebunden, um den Trauben auch eine optimale Besonnung zu gewährleisten. Auf einigen Parzellen sind die Stützen mehr als 2,5m hoch, die Triebe sind somit fast 2m lang. |
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Die Weinlese
Nur eine manuelle Weinlese gewährleistet Qualität. Auf Ampelidae
dauert die Weinlese ungefähr 20 Tage, wobei 20 Weinleser zur Hand gehen.
Dank der einzigartigen Konfiguration des Anbaugebiets wird ein Drittel der
Trauben direkt von den Weinlesern in Bütten zum vor dem Gärkeller
aufgestellten Lesetisch transportiert. Zwischen dem Abschneiden der Traube
und der Anlieferung in der Kellerei vergehen also weniger als 5 Minuten, geradezu
ideal für die Weinbereitung. Die anderen Trauben werden in jeweils 15kg
fassenden Kisten transportiert und ebenfalls auf einem Tisch verlesen. Falls
notwendig, können sie vor der Einkellerung gekühlt werden.
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Ein Teil der dunklen Trauben wird in Bütten transportiert und innerhalb der auf die Lese folgenden Stunde gekeltert. |
Alle Parzellen werden einzeln und in größenmäßig passenden
Gärbehältern bereitet.
Die Weinbereitung
Trotz modernster Technik stützt man sich bei der Weinbereitung auf das
von Generation zu Generation weitergegebene Fachwissen. Man begrenzt die Schwefelmengen
auf ein Minimum und verwendet als Oxidationsschutz Kohlendioxyd. Von der Traube
bis ins Glas sind unsere Wein FREI von Zusatzstoffen, außer Schwefeldioxid.
Keiner der Ampelidae wird chaptalisiert, der Alkohol wird allein durch Vergärung
der Trauben gewonnen.
| Durch Hygiene und physikalische Schutzmaßnahmen vermeidet
man einen Großteil eventueller Kontaminationsrisiken. Die Weißweine werden sorgfältigst vorgeklärt und die Spitzenweine in unseren Kellereien aus Kalkstein in Eichenfässern ausgebaut. |
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Was die Rotweine betrifft, so werden sie bedarfsgerecht eingemaischt und umgepumpt.
Die Vorgärung dauert eine Woche, gefolgt von einer 10tägigen Maischegärung.
Dann werden über rund eine Woche die Tannine aus der erhitzten Rotweinmaische
herausgelöst. Generell dauert der Gärprozess insgesamt 3 Wochen.
Der Ausbau
Alle Ampelidae werden in Eichenfässern ausgebaut. Der Anteil an neuen
Fässern schwankt je nach Wein und Jahrgang zwischen 5 und 100%. Das Holz
ist bei der Weinbereitung das was in der Küche das Salz: unumgänglich,
aber man darf nicht übertreiben. Die Holzart wird jeweils den Cuvée
angepasst. Von amerikanischer Eiche bis zur Eiche aus dem Ural sind alle Holzarten
zugelassen, schwerpunktmäßig natürlich die französische
Eiche aus der Vienne oder Mittelfrankreich.
Die Weißweine werden über rund 9 Monate regelmäßig umgerührt.
Der regelmäßige Abstich und der sorgfältige Ausbau verleihen
den Weinen Fülle und hervorragende Lagereigenschaften.
Bei der Flaschenabfüllung auf der ultramodernen Anlage ist automatisch
ein Spülgang vorgesehen und unter der sachkundigen Leitung von Christian
Brault nähert sich der Wein nun fast der Perfektion. Die Weißweine
werden systematisch unter sterilen Bedingungen in Flaschen abgefüllt.